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Rätsel

Hier laden wir nach und nach die besten Rätsel der letzten Jahre hoch, mit den Lösungen dazu. Sie eignen sich sehr gut dazu, selbst etwas über die Sprachen der Welt herauszufinden, und im Unterricht an Schulen und Hochschulen die Vielfalt der Sprachen spielerisch zu erkunden. Sie sind unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht und dürfen in der Regel unter Nennung der Autorschaft und der DOL weiter verwendet werden.

  • Argumentstruktur im Itelmenischen

    Im Deutschen ist die Form des Verbs „rollen“ gleich in verschiedenen Sätzen wie „das Kind rollt den Ball“ und „der Ball rollt den Hügel hinunter“. In der Sprache Itelmenisch, die auf der Halbinsel Kamtschatka gesprochen wird, wird die Verbform in solchen verschiedenen Kontexten unterschiedlich gebildet. In diesem Rätsel zum Itelmenischen kannst Du herausfinden, wie dieses System funktioniert.

  • Aktantenmarkierung im Movima

    In dem Verb „(du) staubsaugst“ finden wir Informationen zum Agens der Handlung, nämlich in der Verbendung „-st“, was uns vermittelt, dass „du“ die Person bist, die die Handlung durchführt. Gleichzeitig finden wir eine Information dazu, was gesaugt wird, nämlich „Staub“, was hier mit der Verbwurzel zu einem neuen Wort kombiniert wird. Ähnliche Prozesse finden wir auch in der bolivianischen Sprache Movima, allerdings mit einigen interessanten Unterschieden zum Deutschen. In diesem Rätsel zum Movima könnt ihr mehr darüber erfahren.

  • Das Zahlsystem im Kewa

    „Dreizehn, vierzehn, fünfzehn…“ Die Zahlwörter des Deutschen beruhen vorwiegend auf der Zahl Zehn, wir rechnen in Vielfachen von Zehn, in Kombination mit Summen von Zahlen von eins bis neun. Doch nicht allen Zahlwortsystemen liegt die Zehn als Basis zugrunde. In diesem Rätsel über die Papua-Sprache Kewa könnt ihr ein völlig anders strukturiertes Zahlsystem kennenlernen.

  • Argumentstruktur im Komnzo

    Im Deutschen ist das Subjekt eines intransitiven Verbs wie „schlafen“ im gleichen Kasus wie das Subjekt eines transitiven Verbs wie „sehen“: „Der Hund schläft“ und „Der Hund sieht die Katze.“ In manchen Sprachen wird aber das Subjekt eines intransitiven Verbs so markiert wie das Objekt eines transitiven Verbs. Wenn wir das im Deutschen nachmachen wollten müssten wir sagen „den Hund schläft“. Ein solches System kannst Du über dieses Rätsel zu der Papuasprache Komnzo genauer kennenlernen.

  • Klassifizieren in Hakka

    Im Deutschen unterscheiden wir zwischen zählbaren Wörtern wie „Stift“ und nicht zählbaren Wörtern wie „Wasser“. Um mit einem nicht zählbaren Wort dennoch ein Zahlwort zu verwenden, müssen wir bestimmte Einheitswörter hinzufügen wie in „ein Eimer Wasser“ oder „ein Glas Wasser“. In manchen Sprachen, wie dem Hakka, müssen solche Einheitswörter jedoch immer verwendet werden. In diesem Rätsel kannst Du herausfinden, welche Einheitswörter für welche Gegenstände verwendet werden.

  • Pluralbildung im Sinhala

    Eine Maus, zwei Mäuse; eine Leiter, mehrere Leitern. Es ist gar nicht so einfach, eine Regel dafür anzugeben, wie im Deutschen die Mehrzahl (Plural) von Nomen gebildet wird. Im Sinhala, einer Sprache, die auf Sri Lanka gesprochen wird, gilt dies ähnlich, allerdings weist diese Sprache im Vergleich noch eine weitere große Besonderheit auf: Die Pluralformen sind manchmal kürzer als die Singularformen (Einzahl). In diesem Rätsel kannst Du mehr darüber herausfinden.

  • Reduplikation im Lushootseed

    In vielen Sprachen der Welt gibt es die Möglichkeit, einzelne Silben oder ganze Wörter zu verdoppeln, um eine bestimmte Bedeutung auszudrücken. Im Chinesischen zum Beispiel bedeutet xiūxi „sich ausruhen“. Die Form xiūxi-xiuxi bedeuted „sich mal kurz ausruhen“. Diesen Prozess bezeichnen wir als Reduplikation. Im Deutschen tritt etwas Ähnliches am ehesten in Ideophonen wie holterdipolter oder plitschplatsch auf. Finde heraus, welche Formen und Bedeutung die Reduplikation in der nordamerikanischen Sprache Lushootseed annehmen kann, indem Du dieses Rätsel löst.

  • Zeit und Person im Nafsan

    Was drücken unterschiedliche Verbformen aus wie in „schreibst“ im Gegensatz zu „schrieben“? Die Flexionsform des Verbs sagt uns gleichzeitig etwas über das Subjekt aus („du“ oder „wir“/“sie“) und über den Zeitbezug. Wie funktioniert das in anderen Sprachen? In diesem Rätsel über die ozeanische Sprache Nafsan kannst Du mehr dazu herausfinden.

  • Mixtekische Gefühlsausdrücke

    Gefühle, seelische körperliche Empfindungen, sowie gesundheitliche Zustände werden in den Sprachen der Welt sehr unterschiedlich ausgedrückt. Auch im Deutschen beobachten wir an bestimmten Ausdrücken für Empfindungen, dass sie eher ungewöhnlich verhalten. Zum Beispiel sagen wir „mir ist kalt“, wobei das Subjekt „ich“ im Dativ steht. Normalerweise stehen Subjekte im Deutschen aber im Nominativ (zum Beispiel „ich bin klein“). Im Mixtekischen spielt das Herz oder das Innere als Sitz der Gefühle eine besondere Rolle. In diesem Rätsel von Lena Weißmann könnt ihr dieses Phänomen genauer kennenlernen.