Gold im Teamwettbewerb, vier Medaillen und zwei Ehrenurkunden für Deutschland bei der IOL 2026!
Vom 26.07.2026 bis 02.08.2026 fand in Bukarest die 23. Internationale Linguistik-Olympiade statt, die eine Rekordzahl an Teilnehmer:innen begrüßen durfte: 255 Schüler:innen aus 46 Ländern kamen nach Rumänien, um gegeneinander anzutreten, darunter zwei deutsche Teams: Germany Umlaut (Stella Heinzelmann, Mikhail Iomdin, Jascha Kogan, Yiming Qiao; Teamleaderin: Nathalie Topaj) und Germany Eszett (Tim Kothe, Simon Sandmann, Sofiia Slyvchenko, Tobias Wendel; Teamleader: Merlin Jonathan Fischer).
Am Montag wurde die Olympiade im rumänischen Parlamentspalast offiziell eröffnet, und am Dienstag fand der Einzelwettbewerb statt. Die Teilnehmer:innen hatten 6 Stunden, um 5 Aufgaben zu lösen: es ging dabei um die Orthografie des Central Yup’ik (gesprochen in Alaska), Farbbezeichnungen des Yélî Dnye (gesprochen in Papua-Neuguinea), Syntax des Iquito (gesprochen in Peru), Verwandtschaftsbegriffe des Sakurabiat (gesprochen in Brasilien; diese Aufgabe wurde von den Teilnehmer:innen als beste ausgezeichnet) und Verbmorphologie des Komnzo (gesprochen in Papua-Neuguinea).



6 Preise gingen dabei nach Deutschland, und zwar eine 🥇Goldmedaille an Mikhail Iomdin aus Berlin, eine 🥈Silbermedaille an Yiming Qiao aus Baden-Württemberg, je eine 🥉Bronzemedaille an Sofiia Slyvchenko aus Berlin und Stella Heinzelmann aus Niedersachsen und je eine Ehrenurkunde (Honorable Mention) an Jascha Kogan aus Bayern sowie Tobias Wendel aus Nordrhein-Westfalen.






In den zwei Tagen nach dem Einzelwettbewerb konnten sich die Teilnehmer:innen erholen. Am Mittwoch besichtigten alle Teams das Cotroceni-Museum und den Botanischen Garten, und am Donnerstag wurde ein Ausflug nach Sinaia organisiert, wo die Teilnehmer:innen das Schloss Peleș besuchten und die Berglandschaft der Karpaten erkundeten.
Am Freitag ging es wieder los mit dem Teamwettbewerb: In nur vier Stunden mussten sich die Teams mit zwei Auszügen aus der Legende des Don Crescencio auf Teotitlán del Valle Zapotec, einer in Mexiko gesprochenen Sprache, beschäftigen und die Tonveränderungen in Verbformen analysieren. Das Team Germany Umlaut zeigte dabei das beste Ergebnis und gewann somit zum ersten Mal die 🥇Goldmedaille — also den 1. Platz unter 65 Teams.

Herzlichen Glückwunsch!
Wir bedanken uns herzlich bei allen Unterstützer:innen, insbesondere bei der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) und dem Unternehmen QuantCo sowie bei den vielen weiteren privaten Spender:innen. Die Teilnahme unseres zweiten Teams an der Internationalen Linguistik-Olympiade wurde erst durch die zusätzlichen Spenden möglich. Ein Teil der Spenden kam über unsere Spendenaktion auf der Plattform betterplace zusammen, weitere Spenden erreichten uns direkt über unseren Förderverein. Auch für das kommende Jahr suchen wir wieder tatkräftig nach Unterstützer:innen und Sponsoring-Partnerschaften, die unseren sprachbegeisterten Schüler:innen die Teilnahme an der Internationalen Linguistik-Olympiade ermöglichen.
Nächstes Jahr findet die 24. IOL in Bangkok, Thailand statt. Wir freuen uns schon darauf und laden alle Schüler:innen herzlich ein, an der ersten Runde der Deutschen Linguistik-Olympiade 2027 teilzunehmen.
Der Beitrag wurde von Mikhail Iomdin, Sofiia Slyvchenko und Nathalie Topaj erstellt.
Fotos: © Nathalie Topaj / DOL

